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Namensgeber
Vilmar
von Soden
Bultmann

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August Friedrich
Christian Vilmar

August Friedrich Christian Vilmar

Theologe, Politiker, Literaturhistoriker und Pädagoge, * 21.11.1800 in Solz bei Bebra,
+ 30.7.1868 in Marburg (Grabstätte: Friedhof Ockershäuser Allee, Inschrift).

Zunächst Direktor des Marburger kurfürstlichen Gymnasiums (ehemaliges, der Universität angegliedertes Pädagogium, heute Gymnasium Philippinum (siehe Vilmarlinde vor der Alten Universität mit Gedenktafel).

Dann Generalsuperintendent der Diözese Kassel und Ministerialreferent für geistliche und Schulfragen in Kassel.

Vertrat dezidiert konfessionelllutherische Positionen mit kirchenpolitisch und politisch restaurativ-antirevolutionärer Tendenz (profilierte Publizistik).

Später ab 1855 streitbarer Theologieprofessor in Marburg (siehe die mehrfach aufgelegte Theologie der Tatsachen, erstmals Marburg 1856).

Gegner der preußischen Annexion Hessens im Jahre 1866. Seine Anhänger, die "Vilmarianer", wurden in der Konsequenz davon zum Entstehungsboden der sog. Hessischen Renitenz.

Als Literaturhistoriker ist V. vor allem bekannt geworden durch seine Vorlesungen über die Geschichte der Deutschen National-Literatur, Marburg 1845 (bis Anfang des 20. Jh. in 27 Auflagen).
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